Glossar

Grill-Wettkampf-Glossar: 14 Begriffe für den Wettkampftag.

Wer eine Grill- oder BBQ-Meisterschaft plant, stolpert schnell über Begriffe, die je nach Ausschreibung anders heißen. Dieses Glossar erklärt sie in der Reihenfolge, in der sie am Wettkampftag auftauchen, und benennt jeweils, wie PitClock sie abbildet.

Vom Abgabefenster bis zur Fernbedienung

14 Begriffe, die am Wettkampftag zählen.

Einige dieser Wörter sind Fachsprache der Grillszene, andere sind Felder in PitClock. Wo beides auseinandergeht, steht es hier ausdrücklich dabei, damit dein Team nicht zwei Sprachen gleichzeitig sprechen muss.

Abgabefenster

Das Abgabefenster ist der Zeitraum vom frühesten bis zum spätesten zulässigen Abgabezeitpunkt. Es entsteht aus der Sollzeit plus der Toleranz davor und danach: frühester Zeitpunkt gleich Sollzeit minus Vorlauf, spätester Zeitpunkt gleich Sollzeit plus Nachlauf. Beide Grenzen zählen einschließlich. Bei einer Sollzeit von 15:30 Uhr mit fünf Minuten Vorlauf und einer Minute Nachlauf ist eine Abgabe von 15:25:00 bis einschließlich 15:31:00 rechtzeitig. Geplant wird das Fenster je Abgabe, nicht je Gang. Im geöffneten Fenster zählt der Haupttimer auf das Fensterende, nicht mehr auf die Sollzeit.

Karenzzeit

Karenzzeit ist der szeneübliche Ausdruck für den zulässigen Spielraum rund um die offizielle Abgabezeit. In PitClock heißt dieses Feld nicht Karenzzeit, sondern Toleranz: Du pflegst je Abgabe getrennt eine Toleranz vor der Sollzeit und eine Toleranz nach der Sollzeit. Beide Werte zusammen ergeben das Abgabefenster. Die Trennung ist wichtig, weil viele Ausschreibungen vor der Sollzeit mehr Spielraum lassen als danach. Verbindlich ist immer die Ausschreibung des Veranstalters. PitClock bildet nur ab, was dort steht, und rechnet daraus die Grenzen für deinen Countdown.

Sollzeit

Die Sollzeit ist der offizielle Zielzeitpunkt einer Abgabe und damit der Anker der gesamten Zeitrechnung. Aus ihr leiten sich über die Toleranzen der früheste und der späteste zulässige Zeitpunkt ab. PitClock erzwingt dabei die Reihenfolge: frühester Zeitpunkt vor oder gleich Sollzeit, Sollzeit vor oder gleich spätester Zeitpunkt. Alle Zeiten werden intern in UTC gespeichert und in der Zeitzone der Meisterschaft dargestellt, zum Beispiel Europe/Berlin. Ist die Sollzeit erreicht, wechselt die Live-Anzeige in den Status Sollzeit erreicht und gibt den Aufmerksamkeitston aus.

Turn-in

Turn-in ist der englische Wettbewerbsbegriff für die fristgerechte Abgabe eines Gangs an der Wertungsstation. In der deutschsprachigen Grillszene und in PitClock heißt derselbe Vorgang schlicht Abgabe: ein bewerteter Übergabepunkt mit Typ, Sollzeit, Toleranzen und zulässigem Fenster. Wenn du internationale Ausschreibungen liest, findest du dort Turn-in-Zeiten und Turn-in-Windows. Übertrage sie eins zu eins auf Sollzeit und Toleranz. In der PitClock-Oberfläche taucht der englische Begriff bewusst nicht auf, damit im Wettkampfstress nur eine Sprache im Team gesprochen wird.

Blindverkostung

Die Blindverkostung ist ein Abgabetyp: Der Gang wird ohne erkennbaren Bezug zum Team bewertet, die Jury sieht nur das Gericht. In PitClock ist sie eine eigenständige Abgabe mit eigener Sollzeit, eigenen Toleranzen und optional eigenem Warnprofil. Ein Gang kann Blind- und Live-Abgabe gleichzeitig besitzen. Wichtig ist die Regel dahinter: Eine bereits erfolgte Blindabgabe beendet niemals den Timer einer noch offenen Live-Abgabe. Beide laufen unabhängig weiter und erscheinen bei gleichem Fenster nebeneinander in der Live-Anzeige, ohne einander zu verdecken.

Live-Verkostung

Die Live-Verkostung ist der Abgabetyp mit sichtbarer Präsentation vor der Jury und bringt Anrichten, Übergabe und Auftritt in dieselbe enge Zeitspanne. In PitClock ist sie ebenfalls eine eigenständige Abgabe mit eigener Sollzeit, eigenen Toleranzen, eigenem Übergabeort und optional eigenem Warnprofil. Teilt sie sich das Fenster mit anderen Verkostungen, zeigt die Live-Anzeige alle parallel aktiven Abgaben gleichzeitig, jeweils mit Gang, Verkostung, konkreter Handlung, eigenem Countdown und zuständiger Person. Ein Karussell gibt es bewusst nicht, weil dabei Vorgänge unsichtbar würden.

Jury-Verkostung

Jury-Verkostung ist der Sammelbegriff für jede Abgabe, die unmittelbar vor einem Wertungsgremium stattfindet. Der in PitClock dokumentierte Abgabetyp heißt Jury-Präsentation und verhält sich wie jede andere Abgabe: eigener Typ, eigene Sollzeit, eigene Toleranzen, eigener Countdown, eigene Übergabeperson. Blind-, Jury- und Live-Verkostungen dürfen sich dasselbe Abgabefenster teilen. Genau dafür stellt die Live-Anzeige parallele Vorgänge überlagerungsfrei nebeneinander dar. Welche Verkostungsarten es bei deinem Wettkampf tatsächlich gibt, steht in der Ausschreibung des Veranstalters.

Anrichten

Anrichten ist die Arbeitsphase unmittelbar vor der Abgabe: Box vorbereiten, Gericht setzen, Beilagen platzieren. PitClock behandelt sie als eigene Phase mit Bezeichnung, Startzeitpunkt, optionaler Dauer, verantwortlichen Personen, Checkliste und Status. Zusätzlich trägt jeder Gang ein Anrichte-Team, das auf der Live-Anzeige dauerhaft sichtbar bleibt. Der Vorlauf Start Anrichten steht je Display standardmäßig auf 30 Minuten vor dem Abgabefenster. Ab diesem Punkt zählt der Fokus-Countdown auf Anrichten starten, danach springt die Zielzeit auf den Beginn des Abgabefensters und die Handlung wechselt auf Abgabe vorbereiten.

Wertungsgang

Wertungsgang ist der szeneübliche Ausdruck für ein Gericht, das in die Wertung geht. PitClock nennt dieselbe Einheit schlicht Gang: das Gericht beziehungsweise Menü mit Nummer und Namen. Ein Gang gehört zu genau einem Wettkampftag und trägt eine verantwortliche Person, ein Anrichte-Team, eine sortierbare Priorität sowie optional Kategorie, Beschreibung und Hinweise. Die Bewertung hängt nicht am Gang selbst, sondern an seinen Abgaben, denn eine Abgabe ist der bewertete Übergabepunkt. Ein Gang ohne geplante Abgabe erzeugt deshalb auch keinen Countdown.

Warnstufe

Die Warnstufe beschreibt die Dringlichkeit unabhängig vom fachlichen Status. PitClock kennt fünf Stufen: normal, Hinweis, knapp, kritisch und überfällig. Farbe ist dabei nie das einzige Signal. Jede Stufe hat zusätzlich Klartext, eine eigene Form und ein eigenes Tonmuster, kritisch und überfällig werden zusätzlich einmal angekündigt. Die Schwellen lassen sich je Meisterschaft festlegen und je Abgabe überschreiben, eine Validierung verhindert überschneidende oder falsch sortierte Werte. Als Standard sind Orange ab fünf Minuten Restzeit und Rot ab zwei Minuten hinterlegt.

Alarmquittierung

Alarm quittieren heißt genau eines: Alarm wahrgenommen. Der Abgabestatus ändert sich dadurch nicht. Für den Statuswechsel gibt es die getrennte Aktion Abgabe quittieren mit Zwei-Klick-Bestätigung. Quittieren beendet die laufende Wiederholung, nicht den fachlichen Zustand. Wechselt die Alarmphase, entsteht wieder ein eigenständiger Alarm. Jede Quittierung trägt einen Idempotenz-Schlüssel, doppelte Taps erzeugen also keine doppelten Ereignisse, und alle verbundenen Geräte übernehmen die Quittierung mit der nächsten Projektion. Ohne aktiven Alarm zeigt PitClock bewusst gar keinen Quittierungsbutton an.

Wettkampftag

Ein Wettkampftag ist ein lokaler Kalendertag der Meisterschaft. Jeder Gang gehört zu genau einem Wettkampftag, und PitClock schlägt beim Anlegen automatisch das nächste freie Datum vor. Verschiebst du einen Tag, wandern Arbeitsphasen und Abgabefenster unter Erhalt ihrer lokalen Uhrzeiten mit. Ungültige oder mehrdeutige Zeitpunkte beim Sommerzeitwechsel werden abgewiesen statt still verschoben. Der Wettkampftag ist außerdem eine Bindungsdimension für Zugänge: Ein Display oder eine Fernbedienung lässt sich optional an genau einen Tag binden, den der Server bei jeder Aktion mitprüft.

Display-Freigabe

Eine Display-Freigabe verbindet genau ein Gerät widerruflich mit genau einer Meisterschaft, in PitClock als Zugang geführt, und sie legt den Modus fest, optional den Wettkampftag und die verwendete Anzeigeprofilrevision. Es gibt öffentliche Links, PIN-geschützte Links mit Rate-Limit und Sperrlogik sowie zeitlich begrenzte Links mit Beginn und Ablauf. Der zufällige Schlüssel erscheint genau einmal im Adressfragment und wird danach nur noch als Hash gespeichert. Ein Widerruf wirkt sofort und entfernt auch den Offline-Stand des Geräts. Spätere Profiländerungen gelten nur für neu erstellte Freigaben.

Fernbedienung

Die Fernbedienung ist die getrennte Bedienoberfläche für Smartphone oder Tablet und hängt nicht am Monitor, denn die Wettkampfanzeige bleibt bewusst ein reiner, passiver Bildschirm. Die Fernbedienung zeigt Meisterschaft, Wettkampftag, aktuellen Gang, Abgabe und Countdown, den Status, Verantwortliche und Anrichter sowie eine große primäre Aktion. Erlaubt sind Alarm quittieren, Abgabe erledigt, optional Übergabe bestätigen und zwei Minuten stummschalten. Zeitplan ändern, Anzeigeprofil ändern und Zugänge widerrufen bleiben ausschließlich der Verwaltung vorbehalten. Auch der Audio-Gerätecheck vor dem Wettkampftag läuft über die Fernbedienung.

Verbindlich sind immer die Ausschreibung und das Regelwerk des jeweiligen Veranstalters. PitClock ist ein unabhängiges Produkt und steht in keiner wirtschaftlichen oder organisatorischen Verbindung zur German Barbecue Association e.V.; Meisterschaften und Regelwerk findest du beim Verband unter gbaev.de (öffnet in neuem Tab).

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Von der Begriffsklärung in den fertigen Zeitplan.

Die Begriffe sind nur der Anfang. Diese Seiten zeigen, wie daraus ein Ablauf wird, dem dein Team am Wettkampftag ohne Nachfragen folgen kann.

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